Lexikon

Eine der größten Hürden für Neulinge in linken Gruppen sind der Szene-Slang und auch die Wissenshierarchien. Bis man sich da reingefuchst hat, vergeht einige Zeit. Das kann frustrierend sein, wenn man den Eindruck hat nicht mit zu kommen oder sich ausgeschlossen fühlt. Dahinter steckt aber kein böser Wille, sondern zum Teil einfach die Tatsache, dass sich Diskussionen in der linken Szene mit anderen Themen beschäftigt als die Schulstunde oder das WG-Küchengespräch. Aber natürlich auch eine viele Jahrzehnte alte linke Kultur und Tradition. Mit diesem unvollständigen Lexikon schaffen wir etwas Orientierung.



Praktische Abkürzungen

Damit sind Polizist*innen gemeint. Im englischen ist übrigens nicht von Kühen, sondern von Pigs, also Schweinen die Rede. Daher die Parole: „Hopp, hopp, hopp, Schweinchen im Galopp!“

Abkürzung für Bürger*in. Damit sind vor allem Leute gemeint, die sich selten oder gar nicht politisch betätigen, also weder links noch rechts aktiv sind. Damit können unbeteiligte Passant*innen neben einer Demo gemeint sein, oft bezieht sich der Begriff aber auch auf Demo-Teilnehmer*innen, die nicht links organisiert sind und selten an Aktionen teilnehmen.

Politische Versammlungen. Dabei gilt meist: eine Kundgebung ist eine stationäre Versammlung, während eine Demo (Demonstration) sich bewegt, meist auf einer geplanten und angemeldten Route. Eine Mahnwache ist eine spezielle Form der Kundgebung, die meist kleiner ist, weniger kämpferisch und vor allem dem Gedenken oder der Mahnung gewidmet ist.

Zettel oder Faltblätter mit politischen Erklärungen, die an Passant*innen verteilt oder in Briefkästen gesteckt werden könnten.

Bullen-Sprech: Gefangenensammelstelle. Dort werden Demonstrationsteilnehmer*innen festgehalten, meist bis nach Ende der Aktion. Es handelt sich nicht um ein Gefängnis, dort landen Menschen die in Haft oder Untersuchungshaft sind. Eine Gesa ist nur für das kurzfristige Einsperren gedacht. Eine Gesa kann in einer Polizeiwache, in provisorischen Containern oder sogar unter freiem Himmel eingerichtet werden.

Abkürzung für Hausbesetzer*innen, bezeichnet heute aber im Allgemeinen alle Bewohner*innen linker Hausprojekte.

Vokü ist die Abkürzung für Volksküche. Da der Begriff Volk problematisch ist, wird heute stattdessen von Küfa, der Küche für Alle gesprochen. Das kann ein regelmäßiges Event in einem linken Ort sein, das kann aber auch eine Koch-Crew sein, die mit großen Töpfen und Gaskochern zu Aktionen anreist, um die Aktivist*innen mit leckerem Mampf zu versorgen.

Der Lautsprecherwagen. Das Auto aus dem die fetten Bässe kommen.

Eine Spontandemo ist eine entweder gar nicht oder kurzfristig angemeldete Demonstration. Üblicherweise müssen Demos bei Polizei oder Ordnungsamt angekündigt werden. Diese Regel gilt aber nicht, wenn der Anlass spontan ist.

Gruppe von Aktivist*innen, die am Rande von Aktionen gegen Nazis auch handgreiflich werden.

Die in der Szene beliebte -i-Abkürzung dient weniger der Verniedlichung als einer einfachen Form für geschlechtergerechte Sprache. Hier stehen sie für Student*innen, Schüler*innen und Aktivist*innen.

Ein Transparent ist ein großes Stück Stoff, auf das markige Parole geschrieben werden, um es auf Demonstrationen zu präsentieren oder an Brücken aufzuhängen.

Polizist*innen in Zivil, also als einfache Demonstant*innen getarnte Polizist*innen. Etwas anderes als Spitzel oder V-Leute.

Fancy Theorie-Begriffe

Das Gegenteil von Autoritär. Je nach Zusammenhang ist damit manchmal eine Strömung in der linken Bewegung gemeint, die in den 70er-Jahren entstanden ist und versucht sich von der „autoritären Linken“ abzugrenzen. Damit sind dann vor allem straff organisierte (Klein-)Parteien gemeint. Zur antiautoritären Bewegung gehören vor allem Anarchist*innen, Autonome und generell basisdemokratische organisierte Gruppen.

Abkürzung für „Antifaschistische Aktion“ oder auch für Antifaschismus, bzw. Antifaschist*innen. „Die Antifa“ war ursprünglich eine Organisation die in den 30er Jahren gegen die Nazis gekämpft hat. In den 80ern wurde sie als loses Netzwerk antifaschistischer Gruppen wieder begründet.

Abkürzung für Antimilitarismus. Die linke Bewegung und Themen, die sich um die Kritik an Militär und Krieg, Waffennproduktion und -Export und zum Teil auch Polizei und Geheimdiensten dreht.

Die Abkürzung für Antirassismus bezeichnet die linke Bewegung und Themenfelder, die sich mit rassistischer Diskriminierung, Kolonialismus und der Situation von Geflüchteten beschäftigt.

Eine traditionsreiche Strömung in der Linken, die sich auf Kritik an Krieg und Kolonialismus konzentriert. Der Begriff Antiimperialismus geht auch auf Lenin zurück aber nicht alle Antiimps sind Lenininst*innen. Antiimps sind in Teilen der Linken umstritten, wo ihnen eine zu großes Verständnis für Diktaturen oder rückschrittliche Widerstandsbewegungen vorgeworfen wird. Als ihre natürlichen Feinde in der Linken gelten die Antideutschen.

Antirep ist die Abkürzung für Antirepression. Repression bezeichnet die gewaltsamen und juristischen Mittel, mit denen der Staat gegen Linke vorgeht, etwa Bespitzelungen, Hausdurchsuchungen, Angriffe auf Demonstrationen, Anklagen oder Inhaftierung. Antirepression ist die Praxis sich dagegen zur Wehr zu setzen.

Eine linke Strömung aus den 80er-Jahren, die eine neue Form der Organisierung erfunden hat. Statt in großen Organisationen oder Parteien wird sich bewusst, in kleinen, unabhängigen Grüppchen organisiert, die netzwerkartig zusammen arbeiten. Autonome gelten als stark verbunden mit der Hausbeseter*innen-Bewegung und leben oft einen alternativen Lebensstil, abseits der Mainstream-Gesellschaft.

Eine linke Strömung aus den 90ern, die sich stark an der Frankfurter Schule und der Psychoanalyse orientiert. Sie konzentriert sich auf Kritik an Antisemitismus und Nationalismus. Später kam eine Kritik an Islamismus dazu. Der Name „Antideutsch“ ist etwas irreführend, da die Antideutschen nicht die einzige Strömung sind, die Deutschland ablehnen und dies auch kein Kernelement ihrer Theorien ist. Die Antideutschen sind umstritten, weil sie sich positiv auf Israel und bürgerliche Demokratie beziehen und teilweise westliche Kriege befürwortet haben. Außerdem wird ihnen oft antiarabischer Rassismus vorgeworfen. Andersherum konzentriert sich die Kritik der Antideutschen auf andere Linke, vor allem auf  linken Antisemitismus. Als natürliche linke Feinde der Antideutschen gelten die Antiimperialist*innen.

Gegenbegriff zu Transgender. Cis bezeichnet Menschen, die immer schon als das Geschlecht wahrgenommen wurden, dem sie sich zugehörig fühlen, also z.B Männer, die bei Geburt dem männlichen Geschlecht zugeordnet wurden und sich damit immer selbst identifiziert haben.

Ein feministisches Konzept im Umgang mit sexistischen Taten, sexualisierter Gewalt und persönlichen Grenzverletzungen. Dabei steht im Vordergrund der betroffenen Person unhinterfragt zu glauben und sie zu unterstützen. Zum Teil ist das Konzept in linken Kreisen umstritten.

Eine antirassistische Theorie aus den USA. Statt auf die Diskriminierung von Schwarzen oder Geflüchteten, beschäftigt sie sich mit den Privilegien, also der Bevorteilung von weißen Menschen.

Ein Sammelbegriff für alle Gruppen, die im Patriarchat, also der sexistischen Gesellschaft benachteiligt werden. Die Buchstaben stehen für Frauen, Lesben, Intersexuelle (Menschen mit uneindeutigem Geschlecht), Nonbinäre (Menschen, die sich nicht nur einem Geschlecht zu ordnen), Transgender und Agender (Menschen, die sich keinem Geschlecht zuordnen). Das Sternchen bedeutet, dass die Liste der Gruppen damit nicht abgeschlossen ist.

Eine linke Weltanschauung um die Philosophen Adorno und Horkheimer, die Marxismus mit der Psychoanalyse von Sigmund Freud zusammen bringt. Die Frankfurter Schule hat vor allem versucht den Nationalsozialismus und den Antisemitismus zu erklären.

Eine Sammel-Bezeichnung für Menschen, die nicht in klassische sexistische Vorstellungen passen. Die Buchstaben stehen für Lesbisch, Schwul (Gay), Bisexuell, Transgender, Intersexuell, Queer und Asexuell/Aromantisch/Agender. Das Sternchen deutet an, dass dazu noch viele weitere Gruppen gehören.

Der Sammelbegriff „K-Gruppen“ kommt daher, dass die Namen dieser Gruppen und Klein-Parteien in den 70er Jahren meist mit „K“ anfingen, „Kommunistischer Bund“, „Kommunistische Partei Deutschlands (Marxismus/Leninismus)“ usw. Obwohl es die damaligen Gruppen nicht mehr gibt, wird der Begriff heute manchmal weiter benutzt zur Bezeichnung von trotzkistischen, maoistischen oder stalinistischen Gruppen.

Der neue Sammelbegriff „Rote Gruppen“ leitet sich genauso davon ab, dass diese Gruppen sich oft irgendwas mit „Rot“ nennen: „Rote Jugend“, „Roter Aufbau“ usw. Auch diese neueren Gruppen sind meist im maoistischen oder stalinistischen Spektrum angesiedelt.

Eine linke Weltanschauung, die die Welt vor allem erklären will aus den materiellen Dingen heraus, zum Beispiel den unterschiedlichen Zugang von Gruppen zu gesellschaftlichem Reichtum. Wird gerne auch als Synonym zu Marxismus benutzt.

Die englischen Abkürzungen für „People of Color“ beschreibt die Gruppe aller Menschen mit nicht-weißer Hautfarbe, die entsprechend von rassistischer Benachteiligung betroffen sind. WoC (Women of Color) steht entsprechend für Frauen mit nicht-weißer Hautfarbe.

Poststrukturalismus ist eine linke Weltanschauung, die sich vor allem auf die Bedeutung von Sprache, gesellschaftlichen Diskursen (Diskussionen) und persönlicher Identität (Selbst-Verortung) bezieht, um die Gesellschaft zu erklären. Die Denkschule grenzt sich vom Materialismus ab, eine Denkweise, die vor allem die materiellen Gegebenheiten betrachtet, um die Gesellschaft zu verstehen. Poststrukturalismus wird im weitesten Sinne mit Postmoderne und Postmaterialismus in Verbindung gebracht.

Der Begriff bezeichnet Menschen, die bei ihrer Geburt ein anderes Geschlecht zugewiesen bekommen haben, als das mit dem sie sich tatsächlich identifizieren. Zum Beispiel eine Frau, die bei Geburt als Mann eingeordnet wurde. Manche Trans-Personen nehmen andere Namen an und lassen geschlechtsangleichende medizinsche Maßnahmen durchführen, das gilt aber nicht für alle Trans-Menschen. Wichtig: Trans-Personen werden immer mit dem Geschlecht angesprochen, als das sie sich fühlen. Eine Trans-Frau ist also eine Frau, die bei Geburt als Mann wahrgenommen wurde, ein Trans-Mann entsprechend ein Mann, der bei Geburt zu einer Frau erklärt worden ist.

Konzept zum kollektiven Umgang mit Gewalt. Zur Verantwortungsübernahme wird dabei die gesamte Gemeinschaft in Prozesse einbezogen, um strukturelle Gewalt anzugehen. Dabei geht es um die Unterstützung für die von Gewalt betroffene Person, als auch das die gewaltausübende Person sich mit ihren Verhalten stellt und dies mit ihrem Umfeld aufarbeitet.

Aus dem Polit-Alltag

Ein Zusammenschluss von mehreren Gruppen und/oder Einzelpersonen, um ein bestimmtes Projekt zu organisieren, zum Beispiel eine Demonstration oder eine Kampagne. In vielen Städten gibt es etwa Anti-Nazi-Bündnisse, in denen verschiedene antifaschistische Gruppen zusammenarbeiten.

Ein Check-In kann der Anfang eines Treffens sein. Dabei stellen sich Teilnehmer*innen vor, sagen kurz wie es ihnen geht oder ob sie besondere Bedürfnisse mitbringen, z.B. früher los müssen. Ein Check-Out ist entsprechend am Ende eines Treffens, an dem reihum nochmal das Treffen kurz ausgewertet wird. Beides kann die Stimmung und Zusammenarbeit verbessern und schafft Sensibiltät für die Situation der Teilnehmer*innen.

Ein Plenum ist einfach ein geplantes und meist vorbereites Treffen einer Gruppe. Die Mehrzahl nennt man Plena. Gruppen haben oft regelmäßige Plena, zum Beispiel wöchentlich oder monatlich. Plena sind oft sehr strukturiert, mit Moderation, Tagesordnung und Redeliste.

Ein Konsens ist eine Abstimmung, bei der alle einverstanden sein müssen. Ist jemand dagegen lautet das Ergebnis Nein.

In feministischen Kontext wird der Begriff auf romantische und sexuelle Situationen angewendet und klargestellt, dass solche Handlungen nur in Ordnung sind, wenn alle Beteiligten einverstanden sind und dieses Einverständnis auch ausgedrückt haben.

Praxis ist der Teil politischer Arbeit, der versucht die Verhältnisse zu verändern. Das können zum Beispiel Demonstrationen sein, das Stecken von Flyern in Briefkästen, politische Graffitti, Blockaden und Besetzungen, der Aufbau von Unterstützungsstrukturen oder auch Militanz und Sabotage-Aktionen.

Bei Menschen welche länger aktiv in einer Politgruppe sind, ist immer mehr Wissen vorhanden als bei neu dazu gekommenen, wodurch unterschiedliche Wissenstände entstehen. Dadurch können unsichtbare Hierachien in Gruppen entstehen, wo die Meinung bestimmter Gruppenmitglieder mehr zählt als von anderen.
Möglichst häufige Bildungsarbeit und ein Bewusstsein für dieses Phänomen hilft bei der Beseitigung dieser Hierachien.

Ein linker Treffpunkt der sich für einen bestimmten Stadtteil verantwortlich fühlt. Häufig sind hier auch Sozialarbeiter*innen tätig oder es gibt soziale Beratungsangebote.

Theorie ist der Teil politischer Arbeit, der darin besteht die Welt zu verstehen und zu erklären. Manche Gruppen widmen ihre ganze Energie der Theorie-Arbeit, schreiben Texte, Hefte oder Bücher, organisieren Vorträge und Lesekreise.

Ein Ablaufplan für ein Treffen. Zum Bespiel:
1. Check in
2. Input zur aktuellen Situation in den USA
3. Anstehende Termine
4. Anfahrt zur Demo am Wochenende
5. Planung zum Plakatieren nächste Woche
6. Check out

Ein einzelner Punktion in der Tagesordnung wir TOP genannt

Als Veto wird eine Nein-Stimme bezeichnet, die alle Ja-Stimmen übertrumpft. In manchen linken Gruppen oder in bestimmten Situationen ist es üblich, dass bei einer Abstimmung alle einverstanden sind. Ist auch nur eine Person dagegen, lautet die Entscheidung Nein. Das wird ein Veto genannt.

Schaffen von Bewusstsein für Gruppendynamiken und emotionale Bedürfnisse von Menschen. Dazu gehört gegenseitige Achtsamkeit und die Grenzen von anderen Personen zu erkennen. Auf Verstanstaltungen, Demos usw. gibt es meistens Awareness-Team die sich um Menschen kümmern, denen es nicht gut geht und / oder Gewalt erfahren haben. Awareness-Team sind häufig an der Farbe lila zu erkennen.

Auf Aktion

Nach deutschem Versammlungsrecht müssen Demonstrationen bei Polizei oder Ordnungsamt angemeldet werden. Die Person die das tut, sich als Ansprechpartner*in anbietet und die Verantwortung für die Versammlung übernimmt ist die Anmelder*in.

Eine Bezugsgruppe ist eine kleine Gruppe, meist 3-8 Aktivist*innen, die gemeinsam auf eine Aktion fahren, sich immer gemeinsam bewegen, aufeinander Acht geben und gemeinsam Entscheidungen treffen. Auf Aktionen wie Demonstrationen sind Bezugsgruppen die kleinste organisatorische Einheit. Bezugsgruppe agieren üblicherweise unabhängig und sind meist nicht in größere Strukturen eingebunden.

Linke Sanitäter*innen, die medizinische Hilfe auf Aktionen, z.B. Blockaden leisten. Nicht alle sind professionell ausgebildet aber alle haben eine gute Kenntnis von Erste-Hilfe-Maßnahmen. Sie sind meist deutlich erkennbar und eine vertrauenswürdigere Ansprechstelle als Rettungskräfte, die immer wieder mit der Polizei kooperieren.

Ein Ermittlungsausschuss ist eine Gruppe von Jurist*innen, die sich bei Aktionen wie Demonstrationen oder Besetzungen darum kümmern, Menschen aus Gewahrsamnahmen heraus zu holen oder ihnen Anwält*innen organisieren. Oft wird bei großen Aktionen eine EA-Telefonnummer verteilt, unter die die Jurist*innen erreichbar sind. Dort kann man anrufen, wenn man von Ingewahrsamnahmen erfährt. Die Anwält*innen drängen dann z.B. bei der Polizei darauf zu den Gefangenen gelassen zu werden oder dass diese freigelassen werden.

Damit ist die erste oder auch mehrere vordere Reihen einer Demonstration gemeint. Meist sind diese gut organisiert und setzen sich erhöhter Gefahr durch Polizeigewalt aus.

Eine Ingewahrsamnahme ist die Festnahme von Aktivist*innen auf Aktionen. Meist dient das dazu Personalien festzustellen oder sie von der weiteren Teilnahme an der Aktion abzuhalten. Eine Ingewahrsamnahme ist etwas anderes als eine Verhaftung. Für eine Verhaftung muss ein Strafverfahren oder eine Verurteilung vorliegen. Eine Ingewahrsamnahme kann dagegen jederzeit aber nur für begrenzte Zeit stattfinden.

Besonders nervige Unterart von bayrischen Bullen, die herbeigezogen werden wenn „besonders schwere“ Ausschreitungen erwartet werden. Gehen häufig sehr unsanft mit Demonstrierenden um.

BFE ist das für Gesamtdeutschland, was das USK für die bayrische Extrawurst ist; Spricht Einheiten von aus verschiedenen deutschen Region, die zu Großveranstaltungen gerufen werden, bei denen sie davon ausgehen, dass es zu Ausschreitungen kommt.

Das sind Abgeordnete, meist linker Parteien, die Demonstrationen begleiten, Polizeiübergriffe dokumentieren und versuchen im Interesse der Aktivist*innen mit der Polizei zu verhandeln. Durch ihren Abgeordnetenstatus sind sie geschützter können sie sich freier bewegen.

Die Rote Hilfe ist ein Verein, der linke Aktivist*innen gegen juristische Angriffe unterstützt. Die Rote Hilfe organisiert für ihre Mitglieder Anwält*innen, trägt Gerichtskosten und bietet Rechtsberatung und wichtige Informationen an. Bei der Roten Hilfe sind Tausende Linke organisiert, die sich dadurch solidarisch unterstützen.

V-Mann ist Bullensprech und bedeudet Vertrauens-Mann. In linken Kreisen wird von V-Personen gesprochen. Dies sind linke Aktivist*innen, die von der Polizei oder dem Geheimdienst dafür gewonnen wurden Informationen über Mitstreiter*innen und Aktionen zu verraten. Die Polizei setzt dazu sowohl Bestechung als auch Erpressung ein.

Nicht zu verwechseln ist die V-Person mit dem Spitzel. Ein Spitzel ist ein*e Polizist*in die unter einer Tarnidentität in eine linke Struktur eingeschleust wurde, um Informationen zu sammeln.

Es hat sich die Kultur etabliert innerhalb der Bezugsgruppen noch kleine 2er-Grüppchen oder 3er-Grüppchen (Tridems) zu bilden, die besonders aufeinander achten, damit auch in hektischen Situationen niemand verloren geht.

Ein Transparent ist ein großes Stück Stoff, auf das markige Parole geschrieben werden, um es auf Demonstrationen zu präsentieren oder an Brücken aufzuhängen.

Teilautonomer Part einer Demonstration oder anderweitigen Aktion, der eine Route, Ziel, Entscheidungen treffen, eigene Struktur, Awa, Polko usw. (Fingerstruktur).

Menschen aus einer Demo oder anderer Aktion, welche die Kommunikation mit der Polizei übernehmen. Das heißt oft nerviges Verhandeln mit Bullen, die oft genau für diese Situationen ausgebildet sind. Hierfür ist es wichtig das geltende Recht gut zu kennen und gut Ruhe bewahren zu können. Es handelt sich um eine sehr verantwortungsvolle Rolle, da das Resultat der Kommunikation oft Auswirkungen auf alle Leute in der Aktion hat.

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